Wird der Zahnschmelz durch die Zahnspangen beschädigt?

Ein gesunder Zahn geht nicht kapuut!
Nur dort, wo bestimmte Stellen an den Zähnen längere Zeit ungereinigt sind, bilden sich Zahnbeläge, unter denen die Zähne langsam zerstört werden. Zunächst zeigt sich diese Entkalkung durch eine weißlich Verfürbung der Zahnoberfläche. Später entstehen daraus kariöse Defekte. Auch bei abnehmbaren Geräten besteht die Gefahr einer Schädigung nur dann, wenn die Geräte auf ungeputzte Zähne aufgesetzt werden, also bei schlechter Zahnhygiene.
Festsitzende Apparate behindern die Selbstreinigung des Gebisses durch die Weichteile und den Speichel. Daher muss nach jeder Nahrungsaufnahme gründlich geputzt werden. Eine Gefahr bilden gelockerte Bänder. Sie werden bei der Zahnreinigung und der dazugehörigen Kontrolle in der Regel vom Patienten selbst festgestellt. In solch einem Fall sollte der behandelnde Kieferorthopäde umgehend aufgesucht werden.

Die Kariesüberwachung und -versorgung bleibt in den Händen Ihres Zahnarztes, der weiterhin in halbjährlichen Abständen aufzusuchen ist.

Können sich Zähne nach der Behandlung wieder verschieben?

Je größer die Zahnbewegungen waren, um so mehr neigen die Zähne dazu, in Richtung ihrer alten Stellung zurückzuwander. Deshalb ist es unbedingt nötig, auch nach der Zahnregulierung die Anweisung des Kieferorthopäden zu befolgen.
Engstände der Unterkieferfront sind hierbei am häufigsten festzustellen. Sie sind in manchen Fällen nicht zu vermeiden.

Der Kieferorthopäde kann Zahnbewegungen durchführen. Erbanlagen setzen sich aber oft wieder durch, so dass manchmal Abstriche vom angestrebten Ziel gemacht werden müssen. Das gilt insbesondere für Spätfall- und Erwachsenenbehandlung.

In manchen Fällen ist ein bleibendes Ergebnis nur durch lebenslange Stabilisierung zu schaffen.

Reicht es, die Zahnspangen nur nachts zu tragen?

Während der aktiven Behandlungsphase (=Zeit, in der die Zahnstellung noch verbessert werden soll) muss die Zahnspange ca. 20 Stunden pro Tag getragen werden, um die Umbauvorgänge im Kieferknochen und den anderen umgebenden Geweben zu ermöglichen. Zur Stabilisierung der erreichten Zahnstellung ist eine Verkürzung der Tragedauer in Absprache mit dem Behandler möglich.